Giftpflanzen für Pferde – Der Adlerfarn

Im Bereich Giftpflanzen und Pferde kursieren besonders im Internet zahlreiche Artikel und Beiträge mit Informationen, die einem als Pferdebesitzer die Haare zu Berge stehen lassen. Denn sie verheißen sehr oft nichts Gutes und die Liste an „gefährlichen Pflanzen für Pferde“ wird immer länger, je mehr man sucht. Ob die Informationen in solchen Artikeln korrekt sind, ist stark anzuzweifeln. In dem Buch „Ganzheitliche Pflanzenkunde im Jahresverlauf für Pferdehalter“ wird dem Thema Toxikologie genau aus diesem Grund ein eigenes, recht umfangreiches Kapitel gewidmet.

Ein Beispiel ist „𝘋𝘦𝘳 𝘈𝘥𝘭𝘦𝘳𝘧𝘢𝘳𝘯“Er steht auf der Liste der giftigen Pflanzen für Pferde bei der Aufnahme geringer Mengen. Wenn man sich nicht weiter damit beschäftigt, wird also abgespeichert „𝐼𝑠𝑡 𝑔𝑖𝑓𝑡𝑖𝑔, 𝑤𝑒𝑛𝑛 𝑑𝑎𝑠 𝑃𝑓𝑒𝑟𝑑 𝑒𝑖𝑛𝑚𝑎𝑙 𝑎𝑏𝑏𝑒𝑖ß𝑡.“ Dem ist jedoch nicht so.

𝑫𝒊𝒆 𝑨𝒖𝒇𝒏𝒂𝒉𝒎𝒆 𝒈𝒆𝒓𝒊𝒏𝒈𝒆𝒓 𝑴𝒆𝒏𝒈𝒆𝒏 𝒖̈𝒃𝒆𝒓 𝒍𝒂̈𝒏𝒈𝒆𝒓𝒆𝒏 𝒁𝒆𝒊𝒕𝒓𝒂𝒖𝒎 kann zu einer toxischen Wirkung führen. Der Adlerfarn enthält Thiaminase, die im Körper (bei längerer Aufnahme geringer Mengen) das Vitamin B1 zerstört. Dann entsteht die s.g. Taumelkrankheit bei Equiden. Dieser kann sofort durch die Gabe von Vitamin B1 Abhilfe geschaffen werden. Was geringe Mengen und ein längerer Zeitraum sind, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, sehr selten geben Datenbanken dazu konkrete Informationen.

Warum? „Die gesundheitszerstörende Eigenschaft ist vielmehr eine relative, sie ist nicht bloß von der Qualität, sondern auch von anderen Bedingungen, insbesondere vond er Quantität des beigebrachten Stoffes und von der köperlichen Beschaffenheit der Person (oder des Tieres), welcher derselbe beigebracht worden ist, abhängig.“ [1]

𝙅𝙚𝙙𝙚𝙣 𝙃𝙚𝙧𝙗𝙨𝙩 𝙗𝙚𝙤𝙗𝙖𝙘𝙝𝙩𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙞𝙚 𝙋𝙤𝙣𝙮𝙨 𝙙𝙖𝙗𝙚𝙞, 𝙬𝙞𝙚 𝙨𝙞𝙚 𝘼𝙙𝙡𝙚𝙧𝙛𝙖𝙧𝙣 𝙞𝙢 𝙒𝙖𝙡𝙙 𝙚𝙨𝙨𝙚𝙣.Jedoch erleiden sie keine Taumelkrankheit. Wieso könnten sie zu diesen immer wieder kehrenden Zeiten im Jahresverlauf diese Pflanze essen? Möglicherweise zur Regulierung des Parasitenhaushaltes. Es braucht stark wirkende Substanzen, wenn hier ein Ungleichgewicht herrscht.

Sie essen über ein paar Tage mehrmals davon und hören dann einfach wieder auf. Wieso ich es ihnen erlaube? Weil ich behaupten kann, dass sie weder Hunger noch Mangelerscheinungen haben und weil ich ihnen vertraue. Dieses Vertrauen war nicht immer da, aber anhand meiner Beobachtungen über Jahre und dem zur Verfügung stellen von allem, was sie brauchen habe ich keine Zweifel daran, dass sie wissen, was sie tun. Ich würde stutzig werden, wenn sie gierig und mehr als sonst davon essen würden.

Dann würde ich Ursachenforschung betreiben um herauszufinden, wo es hier Mangelerscheinungen gibt. Während ohne weiter darüber nachzudenken Wurmkuren (Chemotherapeutika) verabreicht werden, die zahlreichen Nebenwirkungen mit sich ziehen, bricht hier die Angst aus, wenn Pferde von einer „gitigen Pflanze“ abbeißen.

Der Schlüssel ist die Beobachtung des Pferdes über das Jahr und das Interesse an den Pflanzen. Dann erlangt man nicht nur Wissen, sondern auch Eigenermächtigung und innere Ruhe. Lass dich nicht von „Todbringenden Schlagzeilen“ verunsichern. 🙂

Mehr zum Thema findest du im Buch „Ganzheitliche Pflanzenkunde im Jahresverlauf für Pferdehalter“

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[1] Zitat aus „Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin, Hrsg. Hasso Fray & Wolfgang Löscher“

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