Winterkräuter für Pferde – Isländisch Moos (Cetraria islandica)

Genau genommen ist das Isländisch Moos ein Flechte. Flechten sind Mischwesen aus Algen und Pilzen. Der irreführende Name kommt aus der Zeit, als zwischen Moos und Flechte noch kein Unterschied gemacht wurde. Es ist auch als „Fiebermoos“ oder „Hirschhornflechte“ bekannt *.

Seine Heilwirkung ist schon lange überliefert und bezieht sich besonders auf die Stärkung der Atemwege und wird bei Schleimhautreizungen oder – entzündungen der oberen Atemwege eingesetzt. Isländisch Moos wirkt antibakteriell, was bei einem prophylaktischem Verzehr verhindert, dass sich krankmachende Bakterien vermehren können. Dadurch wird natürlich automatisch das Immunsystem gestärkt.

Es enthält u.a. Vitamin B12, was wiederum einen positiven Effekt auf die Mineralstoff- und Vitaminversorgung hat. Sein bitterer Geschmack regt die Produktion der Verdauungssäfte an und unterstützt automatisch auch die Leber in ihrer Funktion.

Da diese Flechte Toxine bindet, achtet bitte auf die Herkunft, an dieser Stelle kann ich wieder bestens „Die Kräuterwiese“ empfehlen (unbezahlte und unbeauftragte Werbung) : https://www.kraeuterwiese.de/217/islaendisch-moos-kraeuter-pferdefutter

Übrigens: „In früheren Jahrhunderten hat man Isländisch Moos getrocknet dem Brotgetreide zugesetzt, um das Mehl damit zu strecken. Außerdem sollte es der Schimmelbildung im Brot entgegenwirken.“ [1]

*, [1]: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/sonstige-arten/pilze-flechten-moose/artenportraets/05986.html

Mehr über das Isländisch Moos und die Winterkräuter findet ihr im Buch „Ganzheitliche Pflanzenkunde im Jahresverlauf für Pferdehalter“ :  https://www.epubli.de/shop/buch/Ganzheitliche-Pflanzenkunde-im-Jahresverlauf-f%C3%BCr-Pferdehalter-Vanessa-Michels-Pferdepraxis–Bergisches-Land-9783754918227/120541

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